| Montag, 11. Oktober 2004 |
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| Kirchenkreis-Kühe kalben im Kongo |
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Barop - Eine gute Partnerschaft ist keine Einbahnstraße " sie beruht auf
gegenseitigem Austausch. Und sie überwindet Grenzen: Seit fast 20 Jahren ist
der Kirchenkreis Dortmund-Süd mit dem Kirchenkreis Bolenge auf dem Äquator
im Kongo verbunden. Ein Grund für den Partnerschaftskreis, am Freitagabend zu einer besonderen Begegnung ins Fritz-Heuner-Heim in Barop einzuladen: Kirchenpräsident Eliki Bonanga von der Jüngerkirche im Kongo besuchte für zwei Tage Dortmund. "Meine Familie und ich haben selbst ein paar Jahre in Hörde gelebt", erzählt Bonanga. Von 1981 bis 1987 arbeitete er als Austauschpfarrer in dem Stadtbezirk. "Ich möchte hier über die Situation in meinem Land berichten und mich mit anderen Kirchen austauschen", sagt Bonanga. Probleme gibt es viele im Kongo: Schwerwiegend sind u. a. der Bürgerkrieg, die hohe Arbeitslosigkeit und die Aids-Epidemie. Mit einer Spende greift der Kirchenkreis Dortmund-Süd seinen afrikanischen Brüdern unter die Arme: Superintendent Klaus Wortmann konnte Bonanga 4250 Dollar aus Spendenmitteln übergeben. Mit dem Geld will der Kirchenkreis Bolenge in den nächsten Monaten ein Projekt in die Tat umsetzen: "Es werden zehn Kühe angeschafft, die pärchenweise an fünf Gemeinden im Kongo übergeben werden", erklärt Gerd Plobner vom Partnerschaftskreis. Mit der Zucht von Kühen können sich die armen Dörfer eine eigene Einkommensquelle schaffen. Auch die Situation der christlichen Kirchen ist ein Thema. "Wir Christen müssen uns begegnen und zusammenfinden", meint Dorothea Phillips, Vorsitzende des Partnerschaftskreises. Während in Deutschland immer mehr Menschen aus der Kirche austreten, ist der Glaube in Afrika äußerst lebendig. "Trotz ihrer großen Armut sind die Menschen unglaublich vital", berichtet Plobner. Hier könne man noch viel von den Gemeinden in Bolenge lernen. Eliki Bonaga besucht neben Dortmund-Süd noch vier weitere Partnergemeinden: In Düsseldorf-Mettmann, Essen-Süd, Bad Godesberg und Iserlohn. gesa
Quelle: Ruhr Nachrichten (Dortmund-Süd)
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Hörde. (bp) Die ökumenische Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Bolenge aus der Demokratischen Republik Kongo führte deren Kirchenpräsidenten Eliki Bonanga in den evangelischen Kirchenkreis Dortmund Süd zurüxk.
Bonanga spricht fast fließend Deutsch, gelernt hat der Kirchenmann dies vor 20 Jahren - in Hörde. Damals kam der kongolesische Kirchenpräsident als junger Austauschpfarrer mit seiner Familie nach Dortmund. "Viele Gemeinden im Dortmunder Süden haben die Anwesenheit der Familie Bonanga damals als sehr belebend empfunden", sagt Dorothea Philipps, Pastorin und Vorsitzende des Partnerschaftskreises Dortmund/Bolenge. Wie sich die Zeiten ändern: Inzwischen ist Bonanga Präsident der Jüngerkirche aus der Äquatorprovinz. Wie überall im Kongo haben auch die Menschen in dieser Provinz Kriegs- und Plünderungswellen erlebt, die ihre Kirchen, Krankenhäuser und Schulen zerstörten, erzählt Bonanga. Die äußeren Lebensbedingungen sind desolat: 80 Prozent der Menschen würden ohne bezahlte Arbeit leben, die meisten lassen sich durch Feldarbeit oder Fischerei entlohnen. Sie müssten pro Tag mit weniger als einen halben Dollar auskommen, berichtet der Kirchenmann. Es gäbe keine zuverlässige Versorgung bei Krankheiten - von Krankenversicherung oder Rente ganz zu schweigen. Aber Bonanga berichtete auch von einer Aufbruchsstimmung in der katholischen Kirche der D.R. Kongo. Dort hätte ein Reformprozess begonnen, der auf "geistliche Erneuerung und finanzielle Unabhängigkeit" abziele. Auch dem großen Feind AIDS wurde so der Kampf angesagt - die Kirche schicke Trainer zur Bewusstseinsbildung in die entlegensten Urwalddörfer und werbe offen für Kondome. Der Besuch von Eliki Bonanga dient auch dazu, die fast 20-jährige Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen Dortmund Süd und Bolenge zu festigen und zu beleben. Fehl geleitete Spendengelder hatten zu Verstimmungen zwischen den Partnergemeinden geführt, wie Jutta May im Hörder Gemeindebrief August/September berichtete. Aber May relativiert dies: "Wer etwas über die Armut der Bevölkerung weiß, hütet sich vor einer vorschnellen Beurteilung". Als Zeichen der deutsch-kongolesischen Verbundenheit hat Superintendent Klaus Wortmann 4250 $ aus Spendenmitteln übergeben.
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